Potenziale der Familienbildung

Situation, Wirksamkeit und Entwicklung

„Familienbildung in NRW – ein starker Bündnispartner für Familien in NRW“. So lautet der Titel des Innovationsprojektes der Familienbildung aus dem Jahr 2014. Dahinter steckt neben einer selbstbewussten Aufbereitung der vielfältigen Arbeitsansätze in den Regionen und Trägergruppen auch die kritische Prüfung des eigenen Handelns. Was bietet die Familienbildung? Was bewirkt sie? Wo bieten sich Potenziale für die Zukunft? Das Projekt verfolgte das Ziel, Familienbildung in NRW greifbar zu machen. Es wurde erfasst, wo Familienbildung stattfindet. Arbeit und Themen wurden genauer dargestellt. So entstand eine Beschreibung des Systems Familienbildung. Nicht nur die Vielfalt der Angebote wurde deutlich, sondern auch, wie sie in den einzelnen Einrichtungen umgesetzt werden. So konnte erschlossenes und weiteres Potenzial aufgezeigt werden.

Die Betrachtung wurde wissenschaftlich begleitet. Die entscheidende Frage lautete: Wie wirkt Familienbildung? Dabei wurde das Augenmerk auch auf die präventive Wirkung gelegt, aber auch die Kosten und das Verhältnis zu gesellschaftlichem „Gewinn“ abgewogen. Es wurde deutlich, dass Familienbildung eine hohe Relevanz für Familien und damit für die Gesellschaft hat.

Auch künftige Entwicklungen und Herausforderungen wurden betrachtet: Veränderungen in der Gesellschaft wurden in den Blick genommen und natürlich die Familien selbst. Vor welchen Herausforderungen stehen Familien künftig? Welche Bedarfe entstehen daraus? Wo muss Familienbildung in NRW aktiv werden? Das Projekt „Digitale Medien als Begleiter im Familienalltag“ 2015/17 ist eine konsequente Folge der gewonnenen Erkenntnisse.

„Potenziale der Familienbildung“ ist ein Prozess, der fortdauert. Die Einrichtungen der Familienbildung beteiligen sich mit viel Engagement an diesem Prozess. Viele Kolleginnen und Kollegen bringen sich in die fachliche Diskussion ein. Allein während des Projekts hat rund ein Drittel aller Einrichtungen in NRW in festen Arbeitsgruppen mitgewirkt.  Wissenschaftlich unterstützt wurde das Projekt von Frau Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe von der Justus-Liebig-Universität in Gießen.