Rahmenbedingungen der Familienbildung in NRW

Die öffentlich verantwortete Familienbildung in NRW (anerkannte Familienbildungsstätten nach dem WBG) erfüllt mit ihren Angeboten einen öffentlich formulierten gesellschaftlichen Auftrag.

Sie basiert auf den gesetzlichen Grundlagen des bundesweiten Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII § 16.1-3 Förderung der Erziehung in der Familie) und des Weiterbildungsgesetzes NRW (WBG NRW §3.1 allgemeine, politische, berufliche und kulturelle Weiterbildung und Erwerb von Schulabschlüssen und Eltern- und Familienbildung).

Die aus diesem Auftrag entspringende öffentliche Förderung gewährt der Familienbildung ein finanzielles Grundgerüst zur Personal- und Maßnahmeplanung. Die freien Träger ergänzen diese Förderung durch eigene Mittel, durch den Einsatz von Spenden und die Erhebung von Teilnahmebeiträge.

Die Anerkennung als Einrichtungen der Familienbildung nach diesen Gesetzen beinhaltet die Fachkompetenz als Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, die Teilnehmerorientierung und Garantie der Güte der Angebote durch ein internes Qualitätsmanagement und eine externe Zertifizierung sowie den Verzicht auf gewinnorientiertes Wirtschaften.

Andererseits gibt die Förderung der Arbeit auch organisatorische und inhaltliche Strukturen vor, die manchmal den fachlichen Erfordernissen der Praxis hinterher hinken. Gleichwohl wird die ordnungsgemäße Verwendung der öffentlichen Förderung regelmäßig überprüft und die inhaltlichen Erfahrungen mit dem Fachministerium reflektiert.

Für Interessierte geben wir Ihnen hier die Möglichkeit, auf die aktuellen Originalquellen unserer Arbeit zurückzugreifen.